GRÖSSE:
Widerristhöhe für Rüden : 65 – 72 cm,
Widerristhöhe für Hündinnen: 60 – 68 cm.

 

URSPRUNG: Schweiz.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES: 25.03.2003.

VERWENDUNG: Ursprünglich Wach- und Zughund; heute auch Begleit-, Schutz- und Familienhund.

KLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde.
Sektion 3: Schweizer Sennenhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.

Großer Schweizer Sennenhund



KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : 1908, anlässlich der Jubiläumsausstellung zum 25-Jährigen Bestehen der SKG, wurden dem grossen Förderer der schweizerischen Sennenhunde, Prof. A.Heim, zwei kurzhaarige Berner Sennenhunde vorgestellt. Er erkannte in ihnen den alten, im Verschwinden begriffenen grossen Sennen- oder Metzgerhund, dessen Vorfahren früher in Mitteleuropa als „Metzger- oder Fleischerhunde“ weit verbreitet waren und als Schutz-, Zug- oder Treibhunde gezüchtet wurden. 1909 anerkannte die SKG die Rasse als eigenständig durch Eintragung im Schweizerischen Hundestammbuch (Band 12). 1912 wurde zwecks Förderung und Reinerhaltung der Rasse der „Klub für Grosse Schweizer Sennenhunde“ gegründet. Erst am 5.Februar 1939 erfolgte die Publikation des ersten Standardes durch die FCI. Heute wird der Grosse Schweizer Sennenhund, auch in anderen europäischen Ländern wegen seines ruhigen und verlässlichen Wesens vor allem als Familienhund gezüchtet und geschätzt.


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Dreifarbiger, stämmiger, starkknochiger und gut bemuskelter Hund. Trotz seiner Grösse und seines Gewichtes zeigt er Ausdauer und Beweglichkeit. Das Geschlechtsgepräge von Rüde und Hündin ist deutlich.



WICHTIGE PROPORTIONEN:

  • Rumpflänge (von der Bugspitze zum Sitzbeinhöcker gemessen): Widerristhöhe = 10 : 9.
  • Brusttiefe : Widerristhöhe =   1 : 2.
  • Oberkopflänge: Fanglänge = 1 : 1.
  • Schädelbreite: Fangbreite =    2 : 1.


VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagssituationen, gutmütig und anhänglich mit vertrauten Personen, selbstsicher gegenüber Fremden; mittleres Temperament.


KOPF: Dem Körper entsprechend kräftig, aber nicht schwer. Rüdenkopf kräftiger als der Kopf der Hündin.


OBERKOPF:
Schädel: Flach und breit. Die am Stirnansatz beginnende Mittelfurche läuft nach oben aus.
Stop: Wenig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kräftig,  länger als tief, weder von oben noch von der Seite gesehen spitz. Nasenrücken gerade, ohne Mittelfurche.

Lefzen: Wenig ausgebildet, anliegend; schwarz pigmentiert. Keine Hängelefzen.
Kiefer / Zähne: Kiefer kräftig. Vollständiges, kräftiges und regelmässiges Scherengebiss. Fehlen von 2 Zähnen (Prämolaren 1 und/oder Prämolaren 2) toleriert. Fehlende M3 (Molaren 3) bleiben unberücksichtigt.
Augen: Mittelgross, mandelförmig, weder tiefliegend noch hervorstehend, haselnuss- bis kastanienbraun; Ausdruck: aufgeweckt, freundlich. Lider gut anliegend. Lidrand dunkel pigmentiert.
Ohren : Mittelgross, dreieckig und ziemlich hoch angesetzt. In Ruhe flach anliegend, bei Aufmerksamkeit nach vorn gerichtet. Innen und aussen gut behaart.

HALS: Kräftig, muskulös, eher gedrungen. Keine Wamme.

KÖRPER: Etwas länger als die Widerristhöhe.
Rücken: Mässig lang, kräftig und gerade.
Lenden: Breit und stark bemuskelt.
Kruppe: Lang und breit, in sanfter Rundung abfallend; nie überhöht oder abgeschlagen.
Brust: Kräftig, breit, bis zu den Ellenbogen reichend. Rippenkorb von rund-ovalem Querschnitt, weder flach noch tonnenförmig. Vorbrust gut entwickelt.
Untere Profillinie und Bauch: Bauch und Flanken wenig aufgezogen.

RUTE: In harmonischer Fortsetzung der Kruppe angesetzt, ziemlich schwer, bis zum Sprunggelenk reichend; in Ruhe hängend; bei Aufmerksamkeit und in der Bewegung höher und leicht nach oben gebogen, aber niemals geringelt oder über den Rücken gekippt getragen.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND:
Allgemeines: Von vorne gesehen gerade und parallel, eher breit gestellt.
Schultern: Schulterblatt lang, kräftig, schräggestellt, anliegend und gut bemuskelt, mit dem Oberarm einen nicht zu stumpfen Winkel bildend.
Unterarm: Starkknochig, gerade.
Vordermittelfuss: Fest; von vorne gesehen in gerade Fortsetzung des Unterarms, von den Seiten gesehen nahezu senkrecht gestellt.

HINTERHAND:
Allgemeines: Von hinten gesehen gerade und nicht zu eng gestellt.
Hintermittelfuss und Pfoten weder ein- noch auswärts gedreht; Afterkrallen müssen entfernt sein, ausser in den Ländern, in denen die Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist.
Oberschenkel: Ziemlich lang; Keulen breit, kräftig und gut bemuskelt.
Kniegelenk: Deutlich stumpf gewinkelt.   
Unterschenkel: Relativ lang.
Sprunggelenk: Kräftig und gut gewinkelt.

PFOTEN: Kräftig, gerade gerichtet, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen und kräftigen Krallen.

GANGWERK: Raumgreifender, gleichmässiger Bewegungsablauf in allen Gangarten; ausgreifender, freier Vortritt und guter Schub aus der Hinterhand; im Trab, von vorne und von hinten betrachtet, geradlinige Gliedmassenführung.

HAARKLEID

HAAR: Stockhaar mit dichtem, mittellangem Deckhaar und dichter, möglichst dunkelgrau bis schwarz gefärbter Unterwolle. Kurzes Deckhaar ist bei vorhandener Unterwolle zulässig.

FARBE: Typische Dreifarbigkeit : Grundfarbe schwarz mit symmetrischem rot-braunem Brand und weissen Abzeichen. Das Rot-braun befindet sich zwischen dem Schwarz und den weissen Abzeichen an den Backen, über den Augen, an der Innenseite der Ohren, seitlich an der Brust, an allen vier L�ufen und an der Unterseite der Rute. Die weissen Abzeichen befinden sich an Kopf (Blesse und Fang), an Kehle und Brust (durchgehend), Pfoten und Rutenspitze. Zwischen der Blesse und den rot-braunen Abzeichen über den Augen sollte ein Streifen Schwarz verbleiben. Weisser Nackenfleck oder weisser Halsring toleriert.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

  • Unsicheres Verhalten.
  • Fehlen von anderen Zähnen als insgesamt höchstens 2 Prämolaren (PM1 und/oder PM2). Die M3 werden nicht berücksichtigt. Zangengebiss.
  • Helle Augen; mangelhafter Lidschluss.
  • Haarkleid:
  • Durchscheinende gelblich-braune oder hellgraue Unterwolle. 
  • Unreine Farben.
  • Zeichnungsfehler:
  • Fehlende Kopfzeichnung, zu breite Blesse.
  • Weisse Fangzeichnung, die deutlich weiter als bis zu den Lefzenwinkeln reicht.
  • Weisse „Stiefel“ (Weiss, das höher als bis zu den Vorder- oder Hintermittelfussgelenken reicht).
  • Auffallend asymmetrische Zeichnung.


AUSSCHLIESSENDE FEHLER:

  • Schwere Wesensfehler (Ängstlichkeit oder Aggressivität).
  • Rückbiss, Vorbiss, Kreuzbiss.
  • Ektropium, Entropium.
  • Ein oder zwei blaue Augen (Glasauge).
  • Kurzhaar mit fehlender Unterwolle.
  • Langhaar.
  • Fehlende Dreifarbigkeit.
  • Andere Grundfarben als Schwarz.


Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

GRÖSSE:
Widerristhöhe:
Für Rüden: 64 – 70 cm
Idealgrösse: 66 – 68 cm
Für Hündinnen: 58 – 66 cm
Idealgrösse: 60 – 63 cm

 

URSPRUNG: Schweiz.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES: 25.03.2003.

VERWENDUNG: Ursprünglich Wach-, Treib- und Zughund auf den Bauernhöfen im Kanton Bern, heute auch Familien- und vielseitiger Arbeitshund.

KLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde
Sektion 3: Schweizer Sennenhunde
Ohne Arbeitsprüfung.

Berner Sennen



KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Der Berner Sennenhund ist ein Bauernhund alter Herkunft, der in den Voralpengebieten und Teilen des Mittellandes in der Umgebung von Bern als Wach-, Zug- und Treibhund gehalten wurde.  Nach dem Weiler und Gasthaus Dürrbach bei Riggisberg im Kanton Bern, wo dieser langhaarige, dreifarbige Hofhund besonders häufig vorkam, erhielt er seinen ursprünglichen Namen „Dürrbächler“.  Nachdem 1902, 1904 und 1907 bereits solche Hunde an Hundeausstellungen gezeigt worden waren, schlossen sich im November 1907 einige Hundezüchter aus Burgdorf zusammen, um die Rasse rein zu züchten. Sie gründeten den „Schweizerischen Dürrbach-Klub“ und stellten Rassekennzeichen auf. 1910 wurden an einer Hundeschau in Burgdorf,  zu der viele Bauern der Umgebung ihre Dürrbächlerhunde brachten, bereits 107 Tiere vorgestellt.
Von da an erwarb sich die Rasse, in Anlehnung an die anderen Schweizer Sennenhunde nun „Berner Sennenhund“ genannt, rasch Freude in der ganzen Schweiz und bald auch im benachbarten Deutschland. Heute ist der Berner Sennenhund dank seiner attraktiven Dreifarbigkeit und seiner Anpassungsfähigkeit weltweit als Familienhund bekannt und beliebt.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Langhaariger, dreifarbiger, übermittelgrosser, kräftiger und beweglicher Gebrauchshund mit stämmigen Gliedmassen; harmonisch und ausgewogen.

WICHTIGE PROPORTIONEN:

  • Verhältnis der Widerristhöhe zur vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker gemessenen Körperlänge ca. 9:10; eher kompakt als langgestreckt.
  • Die Widerristhöhe verhält sich zur Brusttiefe im Idealfall wie 2:1.


VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagssituationen; gutmütig und anhänglich im Umgang mit vertrauten Personen, selbstsicher und friedlich gegenüber Fremden; mittleres Temperament, gute Führigkeit.

KOPF: Kräftig; Grösse harmonisch zur Gesamterscheinung, nicht zu wuchtig.

OBERKOPF:
Schädel: Im Profil und von vorn gesehen wenig gewölbt. Wenig ausgebildete Mittelfurche.
Stop: Deutlich, jedoch nicht zu stark ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kräftig, mittellang; Nasenrücken gerade.
Lefzen: Anliegend, schwarz.
Kiefer / Zähne: Vollständiges, kräftiges Scherengebiss (die M3 bleiben unberücksichtigt). Zangengebiss toleriert.
Augen: Dunkelbraun, mandelförmig, mit gut anliegenden Lidern, nicht zu tiefliegend und nicht hervorstehend. Loser Liedschluss ist fehlerhaft.


Ohren (Behang): Mittelgross, hoch angesetzt, dreieckig, leicht abgerundet, in der Ruhe flach anliegend; bei Aufmerksamkeit wird der Ohransatz hinten aufgerichtet, wobei die Vorderkante am Kopf angeschmiegt bleibt.

HALS: Kräftig, muskulös, mittellang.

KÖRPER:
Obere Profillinie: Vom Hals leicht abwärts harmonisch in den Widerrist übergehend, dann gerade und horizontal verlaufend.
Rücken: Fest, gerade und horizontal.
Lendenpartie: Breit und kräftig; von oben gesehen leicht eingezogen.
Kruppe: Sanft abgerundet.
Brust: Breit und tief, bis zu den Ellenbogen reichend, mit ausgeprägter Vorbrust; Rippenkorb möglichst lang, von breit-ovalem Querschnitt.
Untere Profillinie und Bauch: Vom Brustkorb zur Hinterhand leicht ansteigend.

RUTE: Buschig, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, in Ruhestellung hängend, in der Bewegung schwebend, auf Rückenhöhe oder leicht darüber getragen.

GLIEDMASSEN:
Kräftiger Knochenbau.
Vordergliedmassen.
Vorderläufe von vorne gesehen gerade und parallel, Stellung eher breit.
Schultern: Schulterblatt kräftig, lang, schräggestellt, mit dem Oberarm einen nicht zu stumpfen Winkel bildend, anliegend und gut bemuskelt.
Oberarm: Lang, schrägliegend.
Ellenbogen: Gut anliegend, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm: Kräftig, gerade.
Vordermittelfuss: Von der Seite gesehen nahezu senkrecht stehend, fest; von vorne gesehen in gerader Verlängerung des Unterarms.
Vorderpfoten: Kurz, rundlich, mit eng aneinanderliegenden,  gut gewölbten Zehen, weder einwärts noch auswärts gedreht.

HINTERHAND: Stellung von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.
Oberschenkel: Lang, breit, kräftig und gut bemuskelt.
Kniegelenk: Deutlich gewinkelt.   
Unterschenkel: Lang, gut schräg liegend.
Sprunggelenk: Kräftig, gut gewinkelt.
Hintermittelfuss: Nahezu senkrecht gestellt. Die Afterkrallen müssen entfernt sein (ausser in den Ländern, in welchen die operative Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist).
Hinterpfoten: Etwas weniger gewölbt als die Vorderpfoten; weder einwärts noch auswärts gedreht.

GANGWERK: In allen Gangarten raumgreifender, gleichmässiger Bewegungsablauf; ausgreifender, freier Vortritt und guter Schub aus der Hinterhand. Im Trab von vorn und von hinten gesehen geradlinige Gliedmassenführung.

HAARKLEID:

HAAR: Lang und glänzend, schlicht oder leicht gewellt.

FARBE: Tiefschwarze Grundfarbe, mit sattem, braunrotem Brand an den Backen, über den Augen, an allen vier Läufen und auf der Brust; weisse Abzeichen wie folgt;

  • Saubere weisse symmetrische Kopfzeichnung: Blesse, die sich gegen die Nase hin beidseitig zur weissen Fangzeichnung verbreitert. Die Blesse sollte nicht bis an die Überaugenflecken und die weisse Fangzeichnung höchstens bis zu den Lefzenwinkeln reichen.
  • Weisse, mässig breite, durchgehende Kehl- und Brustzeichnung.
  • Erwünscht: Weisse Pfoten, weisse Rutenspitze.
  • Toleriert: Kleiner weisser Nackenfleck, kleiner weisser Afterfleck.


FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

  • Unsicheres Verhalten.
  • Feiner Knochenbau.
  • Unregelmässige Stellung der Schneidezähne, sofern der Gebissschluss erhalten bleibt.
  • Fehlen von anderen Zähnen als höchstens zwei PM1 (Prämolaren 1); die M3 bleiben unberücksichtigt.
  • Haarkleid: Ausgeprägtes Kraushaar.
  • Zeichnungs- und Farbfehler:
  • Fehlende weisse Kopfzeichnung.
  • Zu breite Blesse und /oder weisse Fangzeichnung, die deutlich über die Lefzenwinkel hinausreicht.
  • Weisser Halskragen.
  • Grosser weisser Nackenfleck (Grösster Durchmesser über 6 cm).
  • Afterfleck (Grösster Durchmesser über 6 cm)
  • Weiss an den Vorderläufen, das deutlich über die Mitte des Mittelfusses hinaufreicht (Stiefel).
  • Störend asymmetrische Zeichnung an Kopf und /oder Brust.
  • Schwarze Flecken und Streifen im Brustweiss.
  • Unsauberes Weiss (starke Pigmentflecken).
  • Braun- oder Rotstich der schwarzen Grundfarbe.


AUSSCHLIESSENDE FEHLER:

  • Aggressivität, Ängstlichkeit, ausgesprochene Scheuheit.
  • Spaltnase.
  • Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss.
  • Ein oder zwei blaue Augen (Birkauge).
  • Entropium, Ektropium.
  • Knickrute, Ringelrute.
  • Kurz- oder Stockhaar.
  • Fehlende Dreifarbigkeit.
  • Andre Grundfarbe als Schwarz.


Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

GRÖSSE UND GEWICHT:

Widerristhöhe:

Rüden: 52 - 56 cm

Hündinnen: 50 - 54 cm

Toleranz plus oder minus 2 cm

 

URSPRUNG: Schweiz.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 25.03.2003

 

VERWENDUNG: Treib-, Hüte-, Wach-, Haus- und Hofhund. Heute auch vielseitiger Arbeits-und Familienhund.       

 

KLASSIFIKATION FCI:

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer-Molossoide-Schweizer Sennenhunde.

Sektion 3: Schweizer Sennenhunde.

Ohne Arbeitsprüfung.

Appenzeller Sennenhund

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:

1853 wird im „Tierleben der Alpenwelt“ erstmals ein Appenzeller Sennenhund als ein „hellbellender, kurzhaariger, mittelgrosser, vielfarbiger Sennenhund“ beschrieben, der „strichweise in ganz regelmässigem, spitzartigem Schlag, teils zur Hut der Hütte, teils zum Zusammentreiben der Herde, vorzufinden ist.“  1895 forderte der grosse Förderer der Rasse, Forstmeister Max Sieber, die SKG auf, etwas für den Appenzeller Sennenhund zu tun. 1898 stellte der Regierungsrat des Kantons St.Gallen SFr.400.-zur Hebung der Zucht des Appenzellers zur Verfügung. Im Auftrag der SKG wurde eine Kommission gebildet, Rassekennzeichen festgelegt und an einem Jahrmarkt in Altstätten 9 Rüden und 7 Hündinnen aufgestöbert. Sie erhielten Prämien zwischen Fr.5.-bis Fr.10.-. Als Folge davon erschienen 1989 an der ersten internationalen Hundeausstellung in Winterthur 8 Appenzeller in der versuchsweise eingeführten Klasse „Sennenhunde“. Dank der Anregung von Prof.Dr. Albert Heim, der sich sehr engagiert der Schweizer Sennenhunde und damit auch des „Appenzellers“ annahm, wurde 1906 der „Appenzeller Sennenhunde Club“ mit dem Zweck gegründet, die Rasse in ihrer Natürlichkeit zu erhalten und zu fördern. Mit der obligatorischen Eintragung der Welpen in das „Appenzeller Hundestammbuch“ begann die gezielte Reinzucht.

1914 erarbeitete Prof. A. Heim den ersten gültigen Rassestandard. Das ursprüngliche Zuchtgebiet war das Appenzellerland; heute wird die Rasse über die ganze Schweiz verteilt und über die Landesgrenzen hinaus in vielen Ländern gezüchtet. Der Begriff „Appenzeller Sennenhund“ ist heute klar umrissen und die Rasse als solche von den übrigen Schweizer Sennenhunden eindeutig abgegrenzt. Obschon der Appenzeller Sennenhund viele Liebhaber gefunden hat, ist die Zuchtbasis immer noch sehr klein. Nur durch verantwortungs-bewusstes Züchten wird es möglich sein, die natürlichen und hervorragenden Erbanlagen der Rasse zu erhalten und zu festigen.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Dreifarbiger, mittelgroser, fast quadratisch gebauter Hund, in allen Teilen harmonisch proportioniert, muskulös, sehr beweglich und flink, mit pfiffigem Gesichtsausdruck.

 

WICHTIGE PROPORTIONEN:

▪   Widerristhöhe zu Körperlänge = 9 : 10, eher gedrungen als zu lang.

▪   Fanglänge zum Oberkopf = 4 : 5.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos. Leicht misstrauisch gegenüber Fremden; unbestechlicher Wächter; freudig, lernfähig.

 

KOPF: In harmonischer Grössenverhältnis zum Körper, leicht keilförmig.

 

OBERKOPF :

Schädel: Ziemlich flach, am breitesten zwischen den Ohren, zum Fang hin sich gleichmässig verjüngend. Hinterhauptbeinhöcker sehr wenig ausgeprägt. Stirnfurche mässig ausgebildet.

Stop: Wenig ausgeprägt.

 

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm: Beim schwarzen Hund: schwarz, beim havannabraunen Hund: braun (möglichst dunkel).

Fang: Mittelkräftig, gleichmässig sich verjüngend, doch nicht spitz, mit kräftigem Unterkiefer. Nasenrücken gerade.

Lefzen: Trocken und anliegend, beim schwarzen Hund schwarz, beim havannabraunen Hund braun (möglichst dunkel) pigmentiert. Lefzenwinkel nicht sichtbar.

Kiefer / Zähne: Kräftiges, vollständiges und regelmässiges Scherengebiss; Zangengebiss toleriert. Ein (1) fehlender oder ein doppelter PM1 (Prämolar 1) und das Fehlen der M3 (Molaren 3) toleriert.

Backen: Sehr wenig ausgeprägt.

Augen: Ziemlich klein, mandelförmig, nicht vorstehend, etwas schrg gegen die Nase gestellt. Ausdruck lebhaft.

Farbe:beim schwarzen Hund: dunkelbraun, braun, beim havannabraunen Hund: helleres braun, aber so dunkel wie möglich.

Augenlider: Gut anliegend, beim schwarzen Hund schwarz, beim havannabraunen Hund braun (möglichst dunkel) pigmentiert.

Ohren: Ziemlich hoch und breit angesetzt, hängend, in Ruhestellung flach und an den Backen anliegend getragen; dreieckig, an der Spitze leicht abgerundet. Bei Aufmerksamkeit am Ansatz angehoben und nach vorne gedreht, so dass, von vorne und oben gesehen, der Kopf mit den Ohren ein auffälliges Dreieck bildet.

 

HALS: Eher kurz, kräftig, trocken.

 

KÖRPER: Kräftig, kompakt.

Rücken: Mässig lang, fest und gerade.

Lendenpartie: Kurz und gut bemuskelt.

Kruppe: Relativ kurz, in Fortsetzung der Rückenlinie flach verlaufend.

Brust: Breit, tief, bis zu den Ellenbogen reichend, mit deutlicher Vorbrust. Brustbein genügend weit nach hinten reichend. Rippenkorb von rund-ovalem Querschnitt.

Untere Profillinie und Bauch: Nur wenig aufgezogen.

  

RUTE: Hoch angesetzt, kräftig, von mittlerer Länge, dicht behaart, Haare an der Unterseite etwas länger; In der Bewegung eng über die Kruppe gerollt, seitlich oder in der Mitte getragen. Im Stand Hängerute in verschiedener Ausprägung toleriert.

 

GLIEDMASSEN: Kräftiger, trockener Knochenbau.

 

VORDERHAND:

Allgemeines: Gut bemuskelt, Stellung von vorn gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.

Schultern: Schulterblatt lang und schräg liegend.

Oberarm: Gleich lang oder nur wenig kürzer als das Schulterblatt. Winkel zum Schulterblatt nicht zu stumpf.

Ellenbogen: Gut anliegend.

Unterarm: Gerade, trocken.

Vordermittelfuss: Von vorne gesehen in geradliniger Fortsetzung des Unterarms; von der Seite gesehen ganz leicht abgewinkelt.

 

HINTERHAND:

Allgemeines: Gut bemuskelt, Stellung von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu eng. Die rassetypischen Winkelungen bewirken eine relativ „steile“ Hinterhand.

Oberschenkel: Ziemlich lang, zum Hüftbein (coxo-femoral Gelenk) einen relativ kleinen Winkel bildend.

Kniegelenk: Relativ offen.

Unterschenkel: Etwa gleich lang oder nur wenig kürzer als der Oberschenkel. Trocken und gut bemuskelt.

Sprunggelenk: Relativ hoch angesetzt.

Hintermittelfuss: Senkrecht und parallel gestellt, etwas länger als der Vordermittelfuss, weder ein- noch ausgedreht. Afterkrallen müssen entfernt sein, ausgenommen in Ländern, in welchen die operative Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist.

 

PFOTEN : Kurz, mit gewölbten, eng aneinanderliegenden Zehen und kräftigen Ballen.

 

GANGWERK : Kräftiger Schub, guter Vortritt. Im Trab, von vorne und von hinten gesehen, geradlinige Gliedmassenführung.

 

HAARKLEID

 

HAAR: Stockhaar, fest und anliegend. Deckhaar dicht und glänzend. Unterwolle dicht, schwarz, braun oder grau; Durchscheinen der Unterwolle unerwünscht. Leicht gewelltes Haar nur auf Widerrist und Rücken zwar toleriert, aber nicht erwünscht.

 

FARBE: Grundfarbe schwarz oder havannabraun, mit möglichst symmetrischen braun-roten und weissen Abzeichen. Kleine braun-rote Abzeichen (Flecken) über den Augen. Braun-rote Abzeichen an den Backen, an der Brust (links und rechts, im Bereich des Schulter-Oberarm-Gelenkes) und an den Läufen, wobei das Braun-rot stets zwischen schwarz bezw. Havannabraun und weiss liegen muss.

 

Weisse Abzeichen:

▪   Gut sichtbare, weisse Blesse, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken läuft und den Fang ganz oder teilweise umfassen kann.

▪   Weiss vom Kinn über Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust.

▪   Weiss an allen vier Pfoten.

▪   Weiss an der Rutenspitze.

▪   Weisser Nackenfleck oder halber Halsring toleriert.

▪   Durchgehender, dünner, weisser Halsring zwar toleriert, aber nicht erwünscht.

 

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

▪   Mangelndes Geschlechtsgepräge.

▪   Sehr langes oder unharmonisches Gebäude.

▪   Feine oder zu grobe Knochen.

▪   Ungenügende Bemuskelung.

▪   Sehr schwerer oder sehr leichter Kopf.

▪   Runder Oberkopf.

▪   Zu stark ausgeprägter Stop.

▪   Zu langer, zu kurzer, dünner, spitzer Fang. Nasenrücken nicht gerade.

▪   Zu stark ausgebildete Lefzen.

▪   Fehlen von mehr als einem PM1 (Prämolar 1).

▪   Zu stark entwickelte Backen.

▪   Runde, hervorstehende oder helle Augen.

▪   Zu kleine, zu grosse, abstehende, zu hoch- oder zu tief angesetzte Ohren. 

▪   Senkrücken, Karpfenrücken.

▪   Abfallende oder überbaute Kruppe.

▪   Aufgezogener Bauch.

▪   Flacher oder tonnenförmiger Brustkorb; fehlende Vorbrust; zu kurzes Brustbein.

▪   Locker gerollte Rute, Rutenspitze mindestens noch die Rutenbasis berührend.

▪   Ungenügende Winkelung der Vorder- und/oder der Hinterhand.

▪   Ausgedrehte Ellenbogen.

▪   Weiche Vorderfusswurzelgelenke.

▪   Kuhhessigkeit.

▪   Länglich- ovale Pfoten (Hasenpfoten), gespreizte Zehen.

▪   Unkorrekter Bewegungsablauf, z.B.kurztrittig-stelzend, bodeneng, überkreuzend usw.

▪   Durchscheinen der Unterwolle.

▪   Zeichnungsfehler:

▪   Schwarze Tupfen im Weiss.

▪   Unterbrochene Blesse.

▪   Durchgehender, breiter, weisser Halsring.

▪   Unterteiltes Weiss an der Brust.

▪   Deutlich über die Vorderfusswurzel reichendes Weiss (Stiefel)

▪   Fehlendes Weiss an der Rutenspitze und den Pfoten.

▪   Unter- oder Übergrösse bezüglich Toleranzangaben.

▪   Unsicheres Verhalten, Temperamentlosigkeit, leichte Aggressivität.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:

▪   Ängstlichkeit, Aggressivität.

▪   Rückbiss, Vorbiss, Kreuzbiss.

▪   Entropium, Ektropium.

▪   Blaues Auge, Glassauge.

▪   Sichelrute (Rutenspitze berührt die Rutenbasis nicht mehr), eindeutige Hängerute, Knickrute.

▪   Andere Haarart als Stockhaar.

▪   Fehlende Dreifarbigkeit.

▪   Andere Grundfarbe als schwarz oder havannabraun.

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

 

Größe:

Widerristhöhe: Rüden: 44 – 50 cm, Toleranz bis 52 cm.

Hündinnen: 42 – 48 cm, Toleranz bis 50 cm.

 

Ursprung: Schweiz

 

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 28.11.2001

 

Verwendung: Treib-, Hüte-, Wach- und Hofhund. Heute auch vielseitiger Arbeitshund und angenehmer Familienhund.

 

Klassifikation FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.

Sektion 3: Schweizer Sennenhunde.

Ohne Arbeitsprüfung.

 

 

Entlebucher Sennenhund

 

Kurzer geschichtlicher Abriss:

Der „Entlebucher“ ist der kleinste der vier schweizerischen Sennenhunde. Er stammt aus dem Entlebuch, einem Tal im Gebiet der Kantone Luzern und Bern. Die erste Beschreibung unter dem Namen „Entlibucherhund“ stammt aus dem Jahre 1889, aber noch längere Zeit danach wurden der Appenzeller und der Entlebucher-Sennenhund überhaupt nicht voneinander unterschieden. Im Jahre 1913 wurden vier Exemplare dieses kleinen Treibhundes mit Stummelrute an der Hundeausstellung in Langenthal Prof.Heim, dem grossen Förderer der schweizerischen Sennenhunderassen, vorgestellt. Auf Grund der Richterberichte wurden sie als vierte Sennenhunderasse in das Schweizerische Hundestammbuch (SHSB) eingetragen. Der erste Standard wurde jedoch erst 1927 verfasst, und, nach der am 20.August 1926 auf Initiative von Dr. B.Kobler erfolgten Gründung des Schweizerischen Klubs für Entlebucher Sennenhunde, wurde diese Rasse gefördert und rein weitergezüchtet. Wie die geringe Zahl der Einschreibungen ins SHSB zeigt, entwickelte sich die Rasse nur langsam. Neuen Antrieb erhielt der Entlebucher Sennenhund, als neben der angestammten Eigenschaft als lebhafter und unermüdlicher Treibhund seine hervorragende Eignung als Gebrauchshund entdeckt und unter Beweis gestellt wurde. Heute, immer noch bei bescheidenem Bestand, hat dieser attraktive, dreifarbige Hund seine Liebhaber gefunden und erfreut sich auch als Familienhund zunehmender Beliebtheit.

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Knapp mittelgroßer, kompakt gebauter Hund von leicht gestrecktem Format, dreifarbig wie alle schweizerischen Sennenhunde, sehr beweglich und flink. Aufgeweckter, kluger und freundlicher Gesichtsausdruck.

 

Wichtige Proportionen:

  • Verhältnis Widerristhöhe : Körperlänge = 8 : 10.

  • Verhältnis Fanglänge : Länge des Oberkopfes = 9 : 10.

 

Verhalten/Charakter (Wesen):

Lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos; gegenüber vertrauten Personen gutmütig und anhänglich, gegenüber Fremden leicht misstrauisch; unbestechlicher Wächter; freudig, lernfähig.

 

Kopf:

In harmonischem Verhältnis zum Körper, leicht keilförmig, trocken. Längsachsen des Fangs und des Oberkopfes mehr oder weniger parallel.

 

Oberkopf:

Schädel: Ziemlich flach, relativ breit, am breitesten zwischen dem Ohransatz, zum Fang hin sich wenig verjüngend; Hinterhaupthöcker kaum sichtbar; Stirnfurche wenig ausgebildet.

Stop: Wenig ausgebildet.

 

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Schwarz, leicht über die vordere Lippenrundung vorstehend.

Fang: Kräftig, gut modelliert, von Stirn und Backen deutlich abgesetzt, sich gleichmäßig verjüngend, aber nicht spitz; etwas kürzer als der Abstand vom Stop bis zum Hinterhaupthöcker. Nasenrücken gerade.

Lefzen: Wenig ausgebildet, dem Kiefer eng anliegend, Lefzenrand schwarz pigmentiert.

 

Kiefer / Zähne :

Kräftiges, regelmäßiges und vollständiges Scherengebiss. Zangengebiss toleriert. Fehlen von 1-2 PM1 (Prämolaren 1) toleriert. Fehlende M3 (Molaren 3) bleiben unberücksichtigt.

Backen: Wenig ausgebildet.

Augen: Ziemlich klein, rundlich, dunkelbraun bis haselnussbraun. Ausdruck: lebhaft, freundlich, aufmerksam. Augenlider gut anliegend; Lidränder schwarz pigmentiert.

Ohren: Nicht zu groß; hoch und relativ breit angesetzt; Ohrlappen hängend, dreieckförmig, an der Spitze gut abgerundet; fester, gut ausgebildeter Ohrknorpel; in der Ruhestellung flach anliegend; bei Aufmerksamkeit am Ansatz leicht angehoben und nach vorne gerichtet getragen.

Hals: Mittellang, kräftig, trocken, ohne Absatz in den Rumpf übergehend.

Körper: Kräftig, leicht langgestreckt.

Rücken: Gerade, fest und breit; relativ lang.

Lenden: Kräftig, biegsam, nicht zu kurz.

Kruppe: Leicht abfallend, relativ lang.

Brust: Breit, tief, bis zu den Ellenbogen reichend. Deutliche Vorbrust; Rippen mäßig gewölbt; Rippenkorb langgezogen, von rund-ovalem Querschnitt.

Untere Profillinie und Bauch: Wenig aufgezogen.

 

Rute:

  • In Fortsetzung der leicht abfallenden Kruppe angesetzte natürliche Rute. Angestrebt wird eine schwebend oder hängend getragene Rute.

  • Angeborene Stummelrute.

Lange Rute und Stummelrute sind gleichwertig.

 

Gliedmaßen

 

Vorderhand: Kräftig bemuskelt, aber nicht zu schwer, weder zu eng noch zu breit gestellt; Vorderläufe kurz, stämmig, gerade, parallel und gut unter den Körper gestellt.

Schultern: Muskulös; Schulterblatt lang, schräg und gut anliegend.

Oberarm: Gleich lang oder nur wenig kürzer als das Schulterblatt. Winkelung zum Schulterblatt ca. 110 – 120°.

Ellenbogen: Gut anliegend.

Unterarm: Relativ kurz, gerade, von guter Knochenstärke, trocken.

Vordermittelfuß: Von vorne gesehen in gerader Fortsetzung des Unterarms, von der Seite gesehen ganz leicht abgewinkelt; relativ kurz.

 

Hinterhand: Gut bemuskelt. Von hinten gesehen nicht zu eng, gerade und parallel gestellt.

Oberschenkel: Ziemlich lang, mit dem Unterschenkel am Knie einen ziemlich offenen Winkel bildend. Keulen breit und kräftig.

Unterschenkel: Etwa gleich lang wie der Oberschenkel; trocken.

Sprunggelenk: Kräftig, relativ tief angesetzt, gut gewinkelt.

Hintermittelfuß: Ziemlich kurz, robust, senkrecht und beidseitig parallel. Afterkrallen müssen entfernt sein, ausgenommen in den Ländern, in welchen die Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist.

 

Pfoten: Rundlich, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen; geradeaus gerichtet; Krallen kurz und kräftig; Ballen derb und widerstandsfähig.

 

Gangwerk: Raumgreifender, gelöster und leichtfüßiger Bewegungsablauf mit kräftigem Schub aus der Hinterhand; von vorne und hinten gesehen geradlinige Gliedmaßenführung.

 

Haarkleid

 

Haar: Stockhaar. Deckhaar kurz, fest anliegend, hart und glänzend. Unterwolle dicht. Leicht gewelltes Haar auf Widerrist und/oder Rücken zwar toleriert, aber nicht erwünscht.

 

Farbe und Abzeichen: Typische Dreifarbigkeit. Grundfarbe schwarz mit möglichst symmetrischen (gelb- bis bräunlich rostroten) lohfarbenen und weißen Abzeichen. Die lohfarbenen Abzeichen befinden sich über den Augen, an den Backen, an Fang und Kehle, seitlich an der Brust und an allen vier Läufen, wobei an letzteren die Lohfarbe zwischen Schwarz und Weiss liegen muss.

Unterwolle: dunkelgrau bis bräunlich.

Weiße Abzeichen:

  • Gut sichtbare, schmale, weiße Blässe, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken läuft und den Fang ganz oder teilweise umfassen kann.

  • Weiß vom Kinn über Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust.

  • Weiß an allen vier Pfoten.

  • Bei langer Rute weiße Spitze erwünscht.

Unerwünscht, aber toleriert: kleiner, weißer Nackenfleck (nicht größer als ungefähr eine halbe Handfläche).

 

 

Ausschließende Fehler:

  • Ängstlichkeit, Aggressivität

  • Rückbiss, deutlicher Vorbiss, Kreuzbiss

  • Entropium, Ektropium

  • Gelbe Raubvogelaugen, Glasaugen, blaue Augen

  • Ringelrute

  • Zu langes, weiches Haar; kein Stockhaar

  • Farbfehler:

    • Fehlende Dreifarbigkeit

    • Grundfarbe anders als schwarz

  • Untergröße, Übergröße bezüglich Toleranzangaben

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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© Kerstin Aßlaber